Biographie

Dorette Deutsch, geb.1953 in Ludwigshafen/Rhein, hat in Heidelberg und München Germanistik, Slavistik und Philosophie studiert. Sie lebt seit 1981 zwischen München und Italien, zunächst als DAAD-Lektorin und Dozentin an der Universität Bologna, parallel dazu begann ihre publizistische Tätigkeit.

Sie lebt in München, Genua und an der ligurischen Küste.

Dorette Deutsch / Margherita Balbi

 

In ihren Reportagen, die sie vor allem für den ARD-Hörfunk schreibt, greift Dorette Deutsch Themen wie die Lebensrealität von Frauen in Afghanistan, Frauenhandel in Europa, die Ausbeutung von Billigarbeitskräften oder Gefängnisalltag in Deutschland auf. Daneben berichtet sie immer wieder über ihre Wahlheimat Italien.

In ihrer „Gebrauchsanweisung für Venedig“ beschreibt sie das Leben in der Lagune und über Architektur. In ihren drei Büchern über Ligurien, „Gebrauchsanweisung für Genua und die italienische Riviera,“ „Ligurien. Küstenland zwischen Cinque Terre und Seealpen“ oder „Madonnen blicken über das Meer. Ligurische Küstengeheimnisse“ geht es nur auf den ersten Blick um das Reisen. Vielmehr schildert sie das Leben an der Küste, stellt ambitionierte Umweltschutzprojekte vor und gibt den Blick frei hinter die Kulissen ihrer Wahlheimat Italien. In den Cinque Terre/ Vernazza bewirtschaftet sie einen Olivenhain.

Seit 2004 befasst sich Dorette Deutsch mit den Perspektiven und Chancen im Alter, worüber sie zwei Bücher verfasst hat: „Lebensträume kennen kein Alter“ und „Schöne Aussichten für das Alter.“ Als Expertin für gemeinschaftliche Wohnkonzepte liest sie auf Einladung von Verbänden, Institutionen und zahlreichen Kommunen (u.a. im Deutschen Bundestag, bei der Bauhausstiftung Dessau). Den Grundstein für ihr Interesse legten ihre Erfahrungen im italienischen Projekt Tiedoli.

2015 ist im Piper Verlag der Roman "Das Olivenhaus" unter ihrem italienischen Namen Margherita Balbi erschienen.

Ehrenamt

Zusammen mit der Afghanin Qamar Karzai rief sie den Freundeskreis „Yalda“ (Kabul/München) ins Leben, der es erwachsenen Frauen in Kabul und auf dem Land ermöglicht, Lesen und Schreiben zu erlernen und durch Näh - und Stickarbeiten eigenes Geld zu verdienen.

In dem italienischen Bergdorf Tiedoli (Borgotaro, Emilia-Romagna) engagiert sie sich ehrenamtlich in einem innovativen Seniorenwohnprojekt, das Projekten in Deutschland, Österreich und in der Schweiz Anregungen gab. In  den sogenannten „Case di Tiedoli“ leben ältere Menschen als Zentrum der Dorfgemeinschaft und haben in diesem Pilotprojekt zur Rückkehr der Jungen geführt.

Auszeichnungen

Zuerkennung des Europäischen Journalistenpreises "Lorenzo Natali" für Menschenrechte im Jahr 2000 für den Beitrag in der Süddeutschen Zeitung: „Die traurigen Bräute des Zadrima“ über Frauenhandel in Europa.

Kulturpreis der Stadt Borgotaro im Jahr 2012 für die publizistische Arbeit zum Thema Alter und über das Pilotprojekt „Le case di Tiedoli“ (s. „Schöne Aussichten fürs Alter,“ Piper) und das Engagement für Menschen- und Frauenrechte.